Mit dualem Studium Wirtschaftsinformatik ins Berufsleben starten

Mit dualem Studium Wirtschaftsinformatik ins Berufsleben starten
Annika
Annika

Annika startete im September 2016 ihr duales Bachelor-Studium Wirtschaftsinformatik bei der iWelt GmbH & Co. KG in Eibelstadt bei Würzburg. Ihre Theoriephasen absolviert sie an der DHBW Mosbach. Annika hat seitdem viel miterlebt: Von der main.IT, Konferenz für IT und Media bei der iWelt, bis zur Planung und Erstellung einer webbasierten Anwendung. 2019 schloss sie ihr Studium ab und ist seit Oktober desselben Jahres bei der iWelt im Bereich Business Solution tätig.

Wie ist ihr Weg des dualen Studiums verlaufen? Wie gestaltet sich ihr Arbeitsalltag? Zeit für ein ausführliches Interview.

Angesteckt vom Technikfieber

Schon immer interessierte sich Annika für Computer und Technik. Reine Informatik war ihr aber zu trocken, denn auch ihr Organisationstalent wollte sie entfalten. Nach dem Abitur entschied sie sich deshalb für ein Studium der Wirtschaftsinformatik. Fundierte Praxis wollte sie trotzdem nicht missen. Die Entscheidung für ein duales Studium lag deshalb auf der Hand.

Frage: Annika, wie ist der typische Ablauf des Studiums und was gefiel dir daran besonders?

Die Theoriephasen an der DHBW dauern immer rund drei Monate. Ungefähr die Hälfte des Unterrichts ist Informatik, der restliche Teil Wirtschaft. In Informatik geht es zum Beispiel um die Bereiche Java, Web-Entwicklung und Software-Engineering. Dabei haben die Studenten eher theoretische Fächer zur Konzeption von Anwendungen, aber auch praktische Fächer, in denen sie selbst am Computer ran dürfen, zum Beispiel zum Thema Datenbanken. In Wirtschaft geht es um die klassischen Fächer wie Finanzbuchhaltung, Marketing und Kosten- und Leistungsrechnung. Was mir total gut gefallen hat, war der Austausch mit Studenten der anderen Praxisunternehmen. Auch wenn wir Projekte in Gruppenarbeit entwickelten, konnte ich viel lernen. Natürlich hat mir auch das typische Studentenleben in meiner WG in Mosbach viel Spaß gemacht.

Frage: Klingt spannend! Und was machte deine Praxisphasen bei der iWelt so besonders?

Am Anfang bekam ich einen kurzen Einblick in die Abteilungen der iWelt. Da konnte ich schon einiges mitnehmen. In meinen Praxisphasen bekam ich viel Input von erfahrenen Kollegen und konnte anwenden, was ich in der Theorie gelernt habe. Andersherum funktionierte es genauso: Ich sammelte in meinen Praxisphasen Vorkenntnisse, die ich dann wieder in der Theorie in Mosbach behandelte. Ein jährliches Highlight bei der iWelt ist die main.IT, Konferenz für IT und Media, bei der sich IT- und Medienleute aus der ganzen Region treffen. Da durfte ich mir alle Vorträge anhören, zum Beispiel zum Thema Holodeck vom Fraunhofer Institut. Das fand ich futuristisch und beeindruckend. Auch wenn es vielleicht gar nicht so typisch IT ist, aber bei der iWelt sind fast alle ziemlich sportlich. Deshalb gibt es auch Angebote wie eine Laufgruppe, die sich in der Mittagspause trifft, oder Badminton nach der Arbeit, da gehe ich auch weiterhin gerne hin.

Frage: Wie würdest du einen typischen Tag in der Praxisphase beschreiben?

Der Arbeitsalltag ist von Beginn an sehr abwechslungsreich. Schon in der ersten Praxisphase durfte ich mitprogrammieren. Der typische Tag besteht aus Abstimmungen und Meetings mit Kollegen und natürlich viel Arbeit am Computer, um Konzepte zu erstellen und zu programmieren.

Frage: Welche Projekte hast du in deinen Praxisphasen betreut?

In der zweiten Praxisphase habe ich mein eigenes IT-Projekt bekommen: ich sollte innerhalb von drei Monaten mit erfahrenen Entwicklern einen webbasierten Prototypen konzipieren und umsetzen. Diese Anwendung, das „iWelt University Tool“, soll die Verwaltung von Themen und Terminen für das interne Schulungsprogramm der iWelt vereinfachen. Dadurch wird der interne Austausch effizienter und transparenter gestaltet und ich freue mich, dass das Tool produktiv verwendet wird. Ein weiteres Projekt war beispielsweise die Programmierung einer REST-Schnittstelle, die von einem Dienstleister SEO-Daten abfragt und diese für Statistiken aufbereitet.

Frage: Wie lief die Bewerbung ab?

Krick, die Unternehmensfamilie zu der die iWelt gehört, ist bei uns in der Region sehr bekannt. Deshalb habe ich mich einfach online beworben. Dann gab es ein Bewerbungsgespräch und es hat gleich geklappt.

Frage: Würdest du das Studium weiterempfehlen? Was sind deine Tipps für Bewerber?

Das Studium würde ich auf jeden Fall empfehlen. Für alle, die noch nicht sicher sind, gibt es Schnuppertage an der DHBW, wo man sich mal in Vorlesungen reinsetzen kann. Natürlich gibt es auch formale Voraussetzungen wie zum Beispiel das Abitur oder Fachabitur, wenn man studieren will. Was mir auch geholfen hat, um mich zu entscheiden, sind Praktika. Ist man sich dann sicher, wo man sich bewerben will, sollte man sich vorher gut über das Unternehmen informieren. Und ich würde jedem raten, nur das zu studieren, was einen wirklich interessiert.

Frage: Welche Eigenschaften sollten Bewerber mitbringen, die sich für ein duales Studium der Wirtschaftsinformatik interessieren?

Man sollte Technik-affin sein und eine gewisse mathematische Begabung haben. Außerdem schadet es gerade für die ersten Semester nicht, wenn man schon Vorkenntnisse zum Beispiel im Programmieren oder im Bereich BWL hat. Ansonsten einfach Interesse an dem Studienfach und Lust, in Projekten zu arbeiten, da es während des Studiums mehrere Gruppenprojekte gibt.

Frage: Wie ging es für dich nach dem Studium weiter?

Ich wurde von der iWelt nach meinem Studium übernommen und arbeite nun im Bereich Business Solution als Junior Softwaredeveloper.