Trends im Onlineshopping:
Diese Trends begleiten uns ins Jahr 2023

Die Corona-Pandemie belastet unser Leben und beeinflusst unsere Wirtschaft nach wie vor. Auf die Handelsbranche haben die Ereignisse einen besonderen Einfluss. Die Branche nahm im Laufe der Pandemie eine spannende Dynamik an, da sie sich regelrecht spaltete. Einige Handelsketten gehen derzeit als Verlierer aus der Pandemie heraus, andere haben sich zusätzlich online aufgestellt oder ihren Onlineshop bewusst erweitert. Die Pandemie darf an dieser Stelle sicherlich als Katalysator für Veränderungen im Kaufverhalten sowie als Motor für den E-Commerce Bereich angesehen werden. Online-Käufe nahmen über Nacht zu und weitere Trends zur Steigerung des Einkaufserlebnisses sowie zur Vereinfachung aller Prozesse, sind entstanden. Schnell-Lieferdienste sind so gefragt wie niemals zu vor. Flexibilität und Bequemlichkeit sind treue Wegbegleiter im Onlineshopping, wenn es um Zahlungsmethoden sowie Rückversand geht. Unser Alltagsbegleiter – das Smartphone – ist mittlerweile Shopping-Device Nummer eins. Diese Trends begleiten uns schon lange aber welche werden 2023 maßgeblich beeinflussen?

1. Trend: Voice-Commerce und Mobile Shopping

Voice-Commerce und Mobile Shopping gehören zu den größten Trends im Onlineshopping. Schon lange ist das Smartphone als multimediales Endgerät für viele die erste Wahl, wenn es um einen spontanen Einkauf geht. Inzwischen kauft jeder fünfte gewisse Produkte per Sprachassistent online. Mittlerweile wird nahezu die Hälfte aller E-Commerce-Umsätze auf mobilen Endgeräten absolviert. Bekannte Beispiele für den Bereich Voice-Commerce ist der Einkauf über die Sprachassistenten Siri der Marke Apple oder der Cloud-basierte Sprachservice Alexa von Amazon. Die beiden Trends der sprachlichen als auch der ortsunabhängigen, mobilen Art der Warenbeschaffung wird uns auch 2023 begleiten und das Kaufverhalten maßgeblich beeinflussen.

2. Trend: Unified Commerce

Je mehr Vertriebskanäle bespielt werden, umso mehr steigt auch die Interaktion mit Kundinnen und Kunden. Hier laufen Händlerinnen und Händler Gefahr, die Übersicht zu verlieren. Auf relevante Kundenanfragen wird so unter Umständen zu spät reagiert. Unified Commerce hat die Aufgabe, den Handel zu digitalisieren, damit ein besseres Shopping-Erlebnis geschaffen wird. Es soll den Einkauf vereinfachen – und zwar für die Kundschaft aber auch für den Handel. Dieser nutzt eine zentrale Plattform für das Management aller Kundeninteraktionen. Die Vorteile hierfür liegen allem voran bei den Unternehmen, da die Informationsflut gebündelt wird.

3. Trend: Innovative Services

Jeder kennt sie, nicht jeder besitzt sie aber viele haben sie bereits bei Bekannten ausprobiert: Die Virtual-Reality-Brille. Auch der Handel bedient sich an der Idee, sich Dinge virtuell nach Hause zu projizieren. Augmented Reality meint die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Das physische und persönliche Kundenerlebnis im Lieblingsladen wird nicht gänzlich ersetzt aber dennoch zunehmend digitalisiert. Via Augmented Reality kann beispielsweise der potenziell neue Schrank in das reale Wohnzimmer projiziert werden. Die Kundschaft kann prüfen, wie der Schrank aussieht, ob er in das Zimmer passt und mit den anderen Möbelstücken harmoniert. Mit Sicherheit ist es Geschmackssache, ob man so einkaufen und Kaufentscheidungen treffen möchte, das Interesse an solchen Visual-Commerce-Technologien ist jedoch sehr groß. Soziale Netzwerke wie Facebook und Co. haben bereits Shopping-Plattformen ausgebaut und entwickeln ihre Shopping-Tools kontinuierlich weiter. Manche Services werden bereits heute über Social Media Plattformen wie Instagram und Co. live gestreamt. Dabei findet zeitgleich das gesamte Event inklusive einer Beratung statt.

Die Vorteile für den Handel liegen auf der Hand:

  • Das Unternehmen spart sich im Rahmen der Produktentwicklung und des Vertriebs Zeit und Geld.
  • Der Betrieb aber auch die Kundinnen und Kunden sparen sich Zeit und Nerven bei der richtigen Produktauswahl und umgehen im besten Fall einen Rückversand.
  • Das Unternehmen schafft seiner Kundschaft ein fantastisches, außergewöhnliches Einkaufserlebnis.
  • Interessierte können sich das Produkt viel besser vorstellen und schneller die finale Kaufentscheidung treffen.

Augmented Reality sowie Virtual Reality sind nicht nur beeindruckend und innovativ, sondern können das ganze Warenwirtschaftsfeld umweltfreundlicher gestalten. Wenn die Ware virtuell nach Hause geholt oder gar anprobiert werden kann, könnte die Anzahl an Rückversendungen konsequent und kontinuierlich gesenkt werden.

4. Trend: Social Commerce und kanalübergreifender Multichannel-Commerce

Heutzutage werden potenziell Interessierte auf jede erdenkliche Art und Weise, auf vielen Vertriebskanälen, zum Kauf animiert. Ob im Internet oder durch Telefonvertrieb, ob auf Messebesuchen oder durch den Einzel- beziehungsweise den Großhandel – der Trend, kanalübergreifend an die Kundinnen und Kunden heranzutreten, ist keineswegs neu. Er nimmt jedoch andere Dimensionen an. Der Handel bedient nicht nur mehr und mehr alle Vertriebskanäle, sondern verknüpft diese ebenfalls. Wie bereits erwähnt, hat sich das Kaufverhalten durch die Corona-Pandemie stark verändert und in eine eindeutige Richtung verschoben. Kaufen wird bequemer und persönlicher. Social Commerce ist daher ein weiterer Trend, der in Kombination mit einer Multi- oder Omnichannel-Strategie den Markt 2023 stark beeinflussen wird. Im Zuge der ersten Influencer-Marketing Kampagnen wurde immer ersichtlicher, dass Userinnen und User es schätzen, wenn sie eine persönliche Empfehlung erhalten. Beziehungsmanagement sowie Vertrauensaufbau sind dabei wichtige Kernelemente.

In der Tat existieren noch wesentlich mehr Trends im Onlineshopping, als die eben erwähnten. Diese stellen lediglich einen Ausschnitt spannender Aspekte im Onlineshopping dar.

Anbei eine Auflistung weiterer Trends im Onlineshopping:

  • Online-Marktplätze
  • Cross-Border-Commerce
  • Bequeme und vielfältige Bezahlmethoden und Bezahlsysteme
  • Checkout-Prozesse, die die Anzahl von Warenkorbabbrüchen minimieren
  • Headless-Commerce
  • Discovery Commerce
  • Shipping-Konzept
  • Chat- und Servicebots
  • Customer-Centricity und Loyalty-Programme
  • Reserve-Commerce
  • Conversational-Commerce
  • D2C (Direct to Customer), in Ansätzen
  • DXP (Digital-Experience-Platform)
  • Data-Analytics

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